25.01.2010
Um 7 Uhr kamen wir geradezu putzmunter nach einer angenehmen Nacht neben der Bustoilette in Natal (“Weihnachten”) an, wo wir bei der Couchsurferin Lucy wohnen durften.
Nach einer kurzen Kennenlernrunde fuhren wir ins Viertel “Ribeira”, Teil des Zentrums, und besuchten das “Centro Turistico”, welches in einem alten und wirklich sehr schönen Gefängnisgebäude untergebracht und – man mag es kaum glauben – sehr touristisch ist. Von der endlosen Auswahl an Souvenirläden ehr gelangweilt, verließen wir das Centro in Richtung Strand, welchen wir nach einem unglücklichen Gang durch eine Favela erreichten. Das erste Mal während unserer Reise gab es hier wirklich türkisblaues Wasser, welches wir auskosteten, in dem wir immer am Strand entlang zum Wahrzeichen Natals, der sternförmigen Festung “Forte dos Reis Magos” liefen. Dieses Fort ist wie jenes in Belém das erstgebaute Gebäude der Stadt.
Total übermüdet fuhren wir zurück zu unserem Stadtteil “Ponta Negra”, wo wir ca. eine halbe Stunde einen Supermarkt suchten, aßen und zurück bei unserer Couchsurferin ins Bett fielen.
26.01.2010
Sehr früh aufgestanden, um in einen auserhalb Natals gelegenen Stadtteil namens “Piringi” zu fahren. Dort starteten wir eine Boots- und Schnorcheltour, die sich leider als ziemlicher Reinfall herausstellte:
Viel Natur war uns versprochen worden, jedoch kam uns die Bootstour ehr vor wie ein Ballermann-Ausflug. Ganz schlimme Gute-Laune-Musik, ein ständig durch die Lautsprecher grölender Möchte-Gern-Animateur und lauter Neureiche, die zum Schnorcheln Schuhe ausgeteilt bekommen hatten und nun schön auf den Riffen herumtrampelten, während Fische für sie angeködert wurden. Abseits vom Trubel schnorchelten Inga, David und ich, um wenigstens etwas Naturfeeling aus dem Trip herauszuholen. Und so sahen wir wirklich schöne Fische: Kleine lila-orange, große schwarz-gelb gestreift, gelbe mit leuchtend lilanen Flossen…
Zurück in Piringi besuchten wir noch den größten Baum der Welt: Ein Cashew-Baum – so groß wie ein Fussballfeld, dessen Wurzeln sich immer wieder durch die Erde schlängeln.
Natal hatte uns bis auf die Bootstour gut gefallen, dennoch hatten wir nun schon fast alles gesehen und beschlossen, weiterzufahren.
Fotos 421 – 428 auf http://picasaweb.google.com/jetteaufreisen/UrlaubImUrwald
