18.01.2010
Fahrt mit einem Buggy von Camocim immer an der Küste entlang nach Jeri. David saß mit dem Cariocas (Ehepärchen aus Rio) auf der Rückbank des Buggys, ich mit Elli und Inga. Eine etwas abenteuerliche Fahrt, wenn man bedenkt, dass wir so gar nicht geschützt auf der Rückbank des Buggys saßen, der nur einmal abrupt hätte bremsen müssen, damit wir im hohen Bogen durch die Luft fliegen. Der Adrenalinkick war’s uns jedoch wert. Und so bretterten wir die wunderschöne Küstenlandschaft entlang.
Den ersten Zwischenstop legten wir auf einer Düne ein. Dort warteten ca. 20 richtig arme Männer in der brühenden Hitze darauf, Wasser zu verkaufen, Sandboarding anzubieten, damit wir Touris wie auf einem Snowboardbrett die Düne herunterfahren können. An sich hatte diese Düne allerdings eine fantastische Aussicht zu bieten: Das Meer auf der einen Seite, eine Lagune auf der anderen. Dazu ein Misch aus Grün und anderen Dünen.
Die erwähnte Süßwasserlagune stellte unseren zweiten Zwischenstop dar – ein Paradies. Die Stühle der dortigen Bar waren direkt ins Wasser gestellt worden, dazu noch einige Hängematten. So schwammen einem beim Colatrinken gleich ein paar kleine Fische um die Füße herum. Auf einem Segelboot fuhren wir an das andere Ende der Lagune, wo man auf einem Stuhl sitzend von einem hohen Gestell aus ins Wasser geschleudert wurde – eine recht spaßige Abwechslung.
Schließlich fuhren wir weiter nach Jericoacoara, wo wir direkt in der ersten aufgesuchten Pousada zufälligerweise auf einen weiteren Freiwilligen aus Porto Alegre namens Max trafen, der gerade ein kleines Nickerchen in der Hängematte abhielt. Nach einem verspäteten Mittagessen gingen wir mit ihm uns seinem australischen neuen Kumpel aus dem Hostel zur/ auf die Düne der Stadt – das Wahrzeichen schlechthin. Dort schaut das ganze Dorf dem Sonnenuntergang zu, danach trifft man Strand zum Capoeira.
19./20./21.01.2010
Ausspannungstage! Lange geschlafen, mal an den Strand, Hängmatte….
Eine sehr schöne Abwechslung, nachdem wir die letzte Woche jede Nacht unser Schlafdomizil gewechselt hatten, dennoch gefiel uns eines eigentlich nicht: Jeri ist sehr touristisch! Es ist teuer, beherbegt viele Surfer und Kiter, viele schicke, reichere Urlauber.
Hier fehlt das stetige Unsicherheitsgefühl, welches in den brasilianischen Großstädten ein normaler Begleiter ist. Die Straßen sind nicht asphaltiert, sondern nur aus Sand, so dass man nicht mal mehr seine Flip-Flops braucht. Man fühlt sich wie im Urlaub in Südfrankreich, vorallem wenn abends die Bars und Cafes beleuchtet sind, überall Musik zu hören ist. Am Strand werden einem zu später Stunde noch Caipirinhas gemixt – leider auch von Kindern. Das ist das einzige wirklich brasilianische an diesem Dorf.
Am Abend des 21.01.2010 fuhren wir, nachdem wir uns von unserer gemachten Bekanntschaft (Robert und Axel aus Mainz) verabschiedet hatten, mit einem offenen Bus ca. eine Stunde nach Jijoca. Eine tolle Fahrt: Wackelig, weil der Bus nur auf sandigen Straßen fuhr, aber schön, weil er keine Fenster hatte und während der Fahrt die Innenbeleuchtung ausgeschaltet war, so dass draußen fast nur noch der Sternenhimmel zu sehen war.
Von Jijoca fuhren wir nach Fortaleza – jedoch mit einem “normalen” Bus.
Fotos 349 – 388 auf http://picasaweb.google.com/jetteaufreisen/UrlaubImUrwald
