22.01.2010
Um 5Uhr morgens angekommen, fuhren wir zunächst zum Flughafen, da Elli hier ihren Rückflug buchen musste. Im Flughafen verweilten wir noch eine Weile, Inga machte es sich hübsch auf ihrer eigens aufgepusteten Luftmatraze bequem.
Als wir einigermaßen ausgeschlafen hatten, machten wir uns auf zum Deutschen Kulturhaus, wo die Frau eines im Parnaíba-Delta ebenfalls auf dem Kutter mitgefahrendem Pärchen als Deutschlehrerin arbeitet. Dieser statteten wir einen Besuch ab, schauten uns ihren Arbeitsblatt an und amüsierten uns über die für die Schüler gestellten Deutschtests.
Im Centro der Stadt fand sich ein Hotel mit Pool als Bleibe. Inga hatte es geschafft, den Preis pro Übernachtung auf über die Hälfte herunterzuhandeln. So bezahlten wir denselben Preis wie in einem gewöhnlichen Hostel.
Anschließend liefen wir zum Hafen, aßen dort Pizza und spazierten auf dem Rückweg am “Dragao do Mar” vorbei, einem Kulturzentrum mit netten Cafes und einem kleinem Markt.
Spätabends erwartete uns ein Raggae-Konzert am “Praia do Futuro”, ein eigentlich hübscher Strand, wäre er nicht direkt an einer Favela gelegen. Das Konzert fand in einem Cafe statt, dessen Eintritt sich als sehr teuer herausstellte. Um das Cafe herum waren zwar Absperrungen aufgestellt worden, so dass wir von Band nichts sehen konnten, jedoch lauschten wir im Sand hockend zu guter Musik, um uns herum viele Raggae-Fans. Aber wir waren auch umgeben von kaum bekleideten Mädchen, im Arm der Jungen eingehakt, direkt aus den Favelas. Die Jungen versuchten immer wieder, über die Absperrungen zu klettern und lieferten sich so immerzu kleine Kämpfe mit den Sicherheitsmännern und so hatte das Konzert leider einen unsicheren Beigeschmack.
23.01.2010
Nach einem kurzem Aufenthalt im Pool und anschließendem Frühstück liefen wir zum “Mercado Central”, ein vierstöckiger Krammarkt. Hier trafen wir zum wiederholten Male eine Hostelbekanntschaft aus Belém, die wir auch schon in Jeri wiedergesehen hatten.
Erstaunlich, wie oft wir während der Reise auf bekannte Gesichter trafen. So riesig Brasilien ja eigentlich an, peilen wir Touris anscheinend alle immer die gleichen Ziele an.
Nach einer kleinen Einkaufstour durch den Markt besuchten wir die “Catedral da Sé”, schließlich liefen wir zurück zum Hotel. Viel mehr gibt es in Fortaleza eigentlich auch nicht zu bieten. Das Porto Alegre des Norden sozusagen! Bis auf den Unterschied, dass uns Fortaleza noch vermüllter und gefährlicher erschien.
24.01.2010
Früh morgens mussten wir uns zunächst von Elli verabschieden, auf die Arbeit in Porto Alegre wartete. Uns Dreien stand dafür eine abenteuerliche Weiterfahrt bevor, unser erstes Ziel: Der Busbahnhof. Nun denn. Auf zu Bushaltestelle direkt am Hotel. Doch anstatt uns der Busfahrer einfach Bescheid sagt, dass es gescheiter wäre, auf der anderen Straßenseite den Bus zu nehmen, fuhren wir knapp zwei Stunden durch Fortaleza und durften uns zum Schluss noch mit den prallen Rucksäcken durch den gesamten überfüllten Bus drücken und drücken lassen, obwohl der Bus eigentlich auch eine Mitteltür zur Verfügung gehabt hätte. Brasilianische Sturheit: Man steigt eben nur vorne aus!
Trotz der langwierigen Fahrt zum Busbahnhof erreichten wir in der wirklich allerletzen Minute den Bus zu unserem eigentlich Reiseziel: Canoa Quebrada.
Fotos 389 – 399 auf http://picasaweb.google.com/jetteaufreisen/UrlaubImUrwald
